Entspannungstechniken.

 


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Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson

Biofeedback


Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson


Es konnte mehrfach wissenschaftlich bestätigt werden, dass sich die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson positiv auf die Migräne auswirken kann.

Das Grundprinzip der progressiven Muskelrelaxation besteht darin, Muskeln erst für sieben bis zehn Sekunden anzuspannen und anschließend dieselben Muskeln für 20 bis 30 Sekunden bewusst zu entspannen. Während der gesamten Übung ist darauf zu achten, stets ruhig weiterzuatmen. Außerdem sollte man immer seine volle Konzentration auf die Muskeln richten, mit denen gerade gearbeitet wird.

Bei regelmäßigem Training zu Hause kann auf Dauer erlernt werden, in Stress-Situationen Verspannungen, die sonst möglicherweise Migräneattacken nach sich ziehen würden, bewusst entgegenzuwirken. Der große Vorteil der Muskelrelaxation ist, dass sie in jeder Alltagssituation, also auch im Auto oder am Arbeitsplatz, anwendbar ist. Das Verfahren ist auch dem autogenen Training überlegen, welches bei Migräne deutlich schwächer wirksam ist.


Biofeedback


Ebenfalls wirksam, aber sehr viel aufwendiger sind Biofeedback-Verfahren. Hier wird mit speziellen Geräten zum Beispiel die Muskelspannung von Kau- und Nackenmuskulatur oder die Weite von Kopfgefäßen erfasst und der Patient lernt, diese willentlich zu verändern.

Das Interessante hierbei ist, dass es mit Biofeedback möglich ist, willentlich Funktionen zu beeinflussen (zum Beispiel Pulsschlag, Hautspannung, etc.), die normalerweise vom autonomen Nervensystem kontrolliert werden. Biofeedbackverfahren sind deshalb theoretisch in der Lage, direkt in den Bereich einzugreifen (vegetatives und hormonelles System), wo die eigentliche zur Migräne führende Regelungsstörung vermutet wird.